Musik - Echo des Seins

Wie muß er in die Tasten fassen,
besessen sein, und voll von Glück,
berauscht, in Trunkenheit verfallen,
entrückt, entzückt der Augen Blick.

Erst locker trabend hebt er an,
mal nüchtern, mal verspielt,
und dann, aus tiefstverborg'ner Seel',
quillt wallend Sturm und Wild.

Es ist nun Kampf, den er bestreitet,
und höher, unermessen stark,
Gefühl, voll Drang hinausgeleitet,
erreicht des Hörers Bein und Mark.

Klavierspieler, ich hör' dir zu,
dein Gleiten sanft, dein Dich Verlieren
ergreift auch meinen Sinn im Nu,
oh welche Lust, welch musizieren.

Durchtränkt, erquickt von deiner Sendung,
verlor'n im Strome sel'gen Wahn's,
fühl' ich ohn jedliche Entfremdung
rein ausgeschöpft Ur-Wesen Rahm's.

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