Sonne

Komm Sonnenschein, du Quell der Welten,
komm tret in unser Leben ein,
zeig glitzernd die Strahlen, die oft schon erhellten
ein fahles Gesicht, ein still Kämmerlein.

Und nimm sie auf und mit dir empor,
die Herzen, voll Gram und Traurigkeit,
und send ihnen Trost und lass sie nicht fallen,
sei Ziel hindurch alle Dunkelheit.

Als kaum der Himmel nicht mehr war verhangen,
als jäh der düstere Vorhang zerbrach,
ergriffen das Antlitz, von Wärme gefangen,
hat Licht schon zerstöret das Ungemach.

Die Finsternis hascht, sie flugs begründet
Wolken der Hölle, holt manchen kiel,
doch eine die gibt's, die Rettung verkündet,
sei Sonne du selbst in diesem Spiel.

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