Niemals

Niemals darf meine Liebe dahin gehen,
mich mit den meinen dazu zu verbünden,
den außen stehenden und fremden Mensch
als schlecht und falsch und nichtig zu verkünden.

Dritte werden ausgeschlossen,
Kriege werden so entbrannt,
schüchtern stille Wohl-Gemüter
ihrem Wesen nach verkannt.

Was entsteht aus solcher Liebe,
die nicht denkt, nur lose treibt,
Zugehörigkeiten Triebe,
mehr ist hier nicht einverleibt.

Im Tierreich funktioniert's,
da wo der Feind ist nicht gedacht,
der Trieb der kontrolliert's,
das Greuel nur and'rer Art gebracht.

Der Mensch - der Geist schafft tausend Arten,
sie greifen um, sie greifen an,
sie stoßen, kneifen, rennen, harken,
seit eig'ne Regung säuseln kann.

Gemeinschaft ist vollkommen oder nicht,
gespürt, im Grund gefaßt hat's Jeder,
genagt der Grund, vom eig'nen Ego schlicht,
gereicht kaum vage, All(e), seh's reger.

Im Alle geh' ich auf,
ins All tret ich so ein,
die Stufe streben rauf,
Wir alle, stark und rein.

Fazit:

Gespürt hat's Jeder irgendwann,
deshalb man Macht und List ersann,
deswegen dichtet, schreibet man,
darum der Liedermachermann -

dies alles nennt sich Leben dann.

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