Wolkenverhangene Nacht

Heut' seh ich keine Sterne,
heut' schaue ich kein Licht,
heut' spür ich keine Wärme,
heut' wähn' ich Leben schlicht.

Doch kann ich wohle ahnen,
das Licht und Drumherum,
die Sterne, die da hangen,
auch Kälte macht nicht stumm.

Der Schleier kann wohl täuschen,
verdeckt nur, löscht nicht aus,
und der Gedanken Häuschen
befiehlt ihm den Garaus.

Siehst ihn gelassen trachten,
nach deinem frohen Sinn,
läßt ihn derart verschmachten,
gleitest bewußt dahin.

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